Montag, 13. Oktober 2008

Thorsten hofft...

... nach Marcel's Standpauke und Frau Heidenreich's lesenwertem Kommentar auf eine nachhaltige Debatte über die Qualität des deutschen Fernsehprogramms.
Denn diese ist definitiv überfällig.

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LiveBlogging@doit.konferenz 2008 // Teil 2

Community Marketing – Einsatzspektrum und Perspektiven für Unternehmen
Prof. Dr. Ralf Schengber/FH Münster

Frage: Wie können Unternehmen Communities für sich nutzen?

Fremde/externe Communities:
- Marketingforschung
- Interkation
- Markenführung
- Support

Eigene Communities:
- Kampagnen
- Produkte
- Themen besetzen

Schritt für Schritt:
1. Analyse und Überblick
2. Konzeption und Planung
3. Umsetzung und Evaluierung (angemessene Betreuung)

Welche Risiken sehen Unternehmen in Communities:
>> Negative Kritik
>> Kontrollverlust
>> Guerilla Kampagnen der Wettbewerber

Chancen:
>> Informationsgewinnung
>> Nähre zu Interessenten
>> Trendscouting

WorstCase im Bereich Community-Marketing:
Plus in Second Life
Best Case:
EA und Tiger Woods PGA 2009 (It‘s not a Clitch, he’s just good)

Mein Fazit:
Sehr mitreisender begeisternder Vortrag.
Einziger Kritikpunkt: Wir sollten mittelfristig davon weg kommen immer mit diesen ungreifbaren Video-Klickzahlen um uns zu werfen ohne mal reflektiert über betriebswirtschaftliche Kennzahlen (wie Umsätze, etc.) zu reden. Wohlwissend, dass sich hiermit im Moment sehr viele schlaue Menschen beschäftigen und dies ein sehr umfangreiches Feld ist.

Erfolgreich wachsen: www.fahrrad.de, der Onlineshop mit integrierter Community
Rene Markus Köhler, internetstores AG

Produktbewertungen
- Massive Steigerung der Glaubwürdigkeit
- Steigerung des Contentumfangs- und aktualität gegenüber Google
- Steigerung der Conversionrate
- Sogeffekt (die Relevanz des Wettbewerbers sinkt, mit der
- Incentivierung (eigene Währung) von Produktbewertungen

Dritter Kommunikationskanal neben Telefon und Email ist ein LiveChat. Kundenvorteile:
- Information ist schneller zu erhalten
- Hemmschwelle geringer
- Servicezeiten dennoch wie beim Servicecenter

Händlervorteile:
- Steigerung der Kontakte
- Kunde nimmt Unternehmen als innovativ wahr
- …

Community auf fahrrad.de >> Plattform für Kommunikation, Präsentation und Austausch

Mehrwert:
- Dialog
- Transparenz
- Vertrauen
- Fachkompetenz
- Kundenbindung- und gewinnung
- Beratung (von Kunde zu Kunde)
- Content (für Kunden und Google)
- Differenzierung zum Wettbewerb
- Entlastung des Costumer Care

Technik:
Mischung aus Typo3 und OS Commerce

Module:
- Blogs (Incentivierung für Anlegen eines Blogs, aber auch Bewertungsabhängig >> Sicherung der Qualität)
- Bildergalerie (ebenfalls bewertbar und incentiviert)
- GPS-Touren (incentiviert)

Mein Fazit:
Den ersten Teil seines Vortrages hat Herr Köhler leider mehr oder weniger für Werbung missbraucht. Der zweiter Teil war allerdings durchaus hörenswert.

--

Tipp:
Schaut mal bei meiner Blogger-Kollegin Alexa (Webstyler) vorbei!

LiveBlogging@doit.konferenz 2008 // Teil 1

Hey, das macht Spaß!
Ich betätige mich in diesen Tagen als Wandler zwischen den Konferenz-Welten. Während ich am Samstag Teilnehmer der „Un-Konferenz“ Barcamp in München war, und wieder einige interessante Gespräche geführt habe, berichte ich heute als LiveBlogger von der „konventionellen“ doit.konferenz aus Stuttgart.

Nachhaltige Innovationen und Trends in der Markenkommunikation
Carsten Thierbach (Mitglied der Geschäftsleitung von Change Communication)

- Die Verunsicherung der Bankenkrise darf auch im Marketing nicht außer Acht gelassen werden (Einfluss auf zukünftige Käuferentscheidung, Konsumzurückhaltung)
- Geschäftsmodelle im Online-Bereich werden stärker hinterfragt. Beispiel: Wird mit YouTube zwischenzeitlich Geld verdient?

Versuch der Trend-/Thesenentwicklung:
* Nur Marken, die auf einem soliden Fundament gebaut sind, werden überleben.
(Beispiele: Nivea, Audi, aber auch HumanBrands wie RedBull Gründer Dietrich Mateschitz)
* Der Trend der Konvergenz, wird sich weiter fortsetzen
* Die Fragmentierung des Marketings wird wieder abnehmen
* Klassische Zielgruppen gemäß dem gelernten Raster wird es nicht mehr geben („Jeder Mensch ist ein Kunde“ >> „Das Produkt rutscht ans Ende der Prozesskette. Hergestellt wird erst, wenn klar ist, was der Kunde will“)

Exkurs:
Die Psychologie sagt, dass wir nur mit 20% der Menschen, die wir treffen auch „können“.
>> Dies gilt auch für die Kommunikation zwischen Marken und Menschen
Die große Frage ist also: „Wie optimiere ich die 20%?“

Weiter mit den Trends/Thesen:
* Markenführung wird zum Investitionsgut
* Erfolgreiche Marken dringen in die Lebenswelten der Verbraucher ein (Ideological Selling Proposition) Beispiel: Harley Davidson („Wir verkaufen ein Lebensgefühl, das Motorrad gibt des gratis dazu“)

Mein Fazit:
Da sich der Referent als Offline-Marketeer „geoutet“ hat (;-)) finde ich es mehr als interessant und erfreulich, dass es auch in dieser Welt zwischenzeitlich angekommen zu sein scheint, dass die Marke schon lange nicht mehr dem Unternehmen „gehört“.

Erfolg mit Performance-orientierten Kampagnen und neue Wege in der Online-Kommunikation
Arndt Groth (Adconion Media Group, Präsident BVDW)

Trends in der Online-Kommunikation („Vieles nicht neu“):
* Targeting (zielgruppenorientierte Nutzeransprache)
* Video
* Global

Performance-Marketing ist vor allem für Nischen interessant:

Was ist Performace-Marketing:
- Direktmarketing in der Online Welt
- Funktionierende Kampagnenelemente werden forciert und ausgeweitet
- rein erfolgsorientiert
- möglichst erfolgsorientiert abgerechnet

Elemente des Performance-Marketing:
- Keyword Advertising (AdWords…)
- SuchmaschinenOptimierung
- Affiliate Marketing
- …

Targeting: Wie gläsern ist der Kunde?
>> nicht gleichbedeutend mit Adresshandel
>> Das Ziel ist die anonyme Ansprache in einer für die Medienplanung kritischen Größe an Usern bzw. potentiellen Kunden
>> Daher war Targeting gegen Ende der 90er nicht erfolgreich (Fehlen der kritischen Masse)

Targeting Portfolio:
>> Demographisches Targeting
>> Behavioral Targeting
>> Re-Targeting


Ausblick:
+ Die Bedeutung von Targeting nimmt zu
+ Targeting ist kein Selbstzweck
+ Aus sich der Contentanbieter reduziert Targeting das zur Vermarktung verfügbare Inventar
+ verbesserte Zielgruppenansprache
+ Erzielung höherer TKPs
+ Digitale Medien sind das Herzstück in der Kampagnenplanung

Mein Fazit:
Fachlich fundierter Vortrag, allerdings wurde mir das Thema teilweise etwas zu rosarot gemalt. Dies ist unter dem Gesichtspunkt zu sehen, dass der Referent Präsident für Europa eines großen AdNetworks ist.

About...

Thorsten Ulmer

Das Clickpunkt7-Blog ist das Weblog von Thorsten Ulmer, Webdesigner, donutssüchtig, Social-Media-Enthusiast.
Er schreibt hier vorwiegend über die neuen Herausforderungen und Chancen die "das soziale Web" dem Marketing bietet.
mehr...

Kontakt:
info'at'thorsten-ulmer'dot'de
http://www.clickpunkt7.de

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Let's have a coffee @:
NEWCOME09 - Stuttgart

Dialog:
Thorsten im Interview

Downloads:
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