Vegetarier essen meinem Essen das Essen weg! Teil 1
Ich habe mich im August 2005 entschlossen mich vegetarisch zu ernähren. Dies soll der Start einer losen Serie über die lustigen, bemerkenswerten und für mich wichtigen Erfahrungen, Beweggründe und Gedanken eines Pflanzenfressers werden. Um zwei Dinge gleich vorneweg zu klären:
1. Ich bin keiner dieser Missionars-Moralischer-Zeigefinger-Vegetarier. Ich habe mich aus noch auszuführenden Gründen gegen das Fleisch-Essen entschieden. Die Anderen sind die Anderen.
2. Ich bin kein Öko-Rentierpullover-Birkenstock-Vegetarier. Ich versuche nur konsequent zu leben.
Warum also dieser Eintrag? In erster Linie um für mich selbst diese Sache mal im Kopf zu verdichten. Gut ich habe mich entschlossen, kein Fleisch mehr zu essen. Warum? Weil Tiere Lebewesen sind, die es genau so wie ich verdient haben zu leben. Wer gibt mir das Privileg Tiere als Nahrungsmittel zu missbrauchen? Die Evolution? Daran glaube ich nicht. Das Glück als Mensch und nicht als Schwein oder Kuh auf die Welt gekommen zu sein? Vielleicht. Aber muss ich mein Glück deshalb zum Leidwesen anderer Lebewesen nutzen? Nein. Dieses Recht existiert nicht. Wir nehmen es uns einfach. Weil wir die „Stärkeren“ sind.
Früher war der Mensch auf das Tier als Nahrungsmittel angewiesen. Heute muss das (wenigstens in der westlichen Zivilisation) fast niemand mehr. Trotzdem nutzt diese „alternativen Ernährungsformen“ nur eine Minderheit. Warum? Um auf diese Frage eine Antwort zu finden, brauche ich nur mich selbst zu fragen. Der Wunsch mich vegetarisch zu ernähren, schlummerte über zehn Jahre in mir. Ich wusste, dass es Blödsinn ist, die armen Tiere in die Schlachthöfen der Welt zu bedauern und abends erstmal lecker BigMac. Was hat mich also so lange davon abgehalten konsequent zu sein? Ganz einfach: Die Sorge um Verlust an Lebensqualität. Machen wir uns nichts vor: Abends fein essen gehen mir Schweinefilet und Rotwein. Oder der obligatorische McDonalds-Abstecher nach dem Kino-Besuch. Das hat schon was. Dafür verdrängt man gern mal die Realität. Dafür schaltet man gern mal um, bei der nächsten Reportage über den Kopfschlächter von Westfleisch. Fleisch gegessen wurde schließlich schon immer. Und wenn ich das Schnitzel nicht esse dann isst es halt ein Anderer. Das Leben ist einfach.
Für mich funktionierte das irgendwann nicht mehr. Witzigerweise kann ich hier ohne Übertreibung von einem Schlüsselerlebnis sprechen.
Dieses Motiv machte meinen Geist frei von Zweifeln:

Das Witzige ist, dass dieses Motiv gar nichts mit dem Thema an sich am Hut hat, sondern das sinnlose Abschlachten von Robben thematisiert. Aber die optische Kraft dieses Mensch-Tier-Vergleichs und der dazugehörige Claim „Don’t treat others the way you don’t want to be treated“ wirkte nachhaltig. Übersetzt bedeutet das für mich: Ich habe das Glück auf der Welt zu sein. Diese Freude einem anderen Lebewesen zu nehmen, nur um satt zu werden, ist falsch.
… to be continued…
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Warum also dieser Eintrag? In erster Linie um für mich selbst diese Sache mal im Kopf zu verdichten. Gut ich habe mich entschlossen, kein Fleisch mehr zu essen. Warum? Weil Tiere Lebewesen sind, die es genau so wie ich verdient haben zu leben. Wer gibt mir das Privileg Tiere als Nahrungsmittel zu missbrauchen? Die Evolution? Daran glaube ich nicht. Das Glück als Mensch und nicht als Schwein oder Kuh auf die Welt gekommen zu sein? Vielleicht. Aber muss ich mein Glück deshalb zum Leidwesen anderer Lebewesen nutzen? Nein. Dieses Recht existiert nicht. Wir nehmen es uns einfach. Weil wir die „Stärkeren“ sind.
Früher war der Mensch auf das Tier als Nahrungsmittel angewiesen. Heute muss das (wenigstens in der westlichen Zivilisation) fast niemand mehr. Trotzdem nutzt diese „alternativen Ernährungsformen“ nur eine Minderheit. Warum? Um auf diese Frage eine Antwort zu finden, brauche ich nur mich selbst zu fragen. Der Wunsch mich vegetarisch zu ernähren, schlummerte über zehn Jahre in mir. Ich wusste, dass es Blödsinn ist, die armen Tiere in die Schlachthöfen der Welt zu bedauern und abends erstmal lecker BigMac. Was hat mich also so lange davon abgehalten konsequent zu sein? Ganz einfach: Die Sorge um Verlust an Lebensqualität. Machen wir uns nichts vor: Abends fein essen gehen mir Schweinefilet und Rotwein. Oder der obligatorische McDonalds-Abstecher nach dem Kino-Besuch. Das hat schon was. Dafür verdrängt man gern mal die Realität. Dafür schaltet man gern mal um, bei der nächsten Reportage über den Kopfschlächter von Westfleisch. Fleisch gegessen wurde schließlich schon immer. Und wenn ich das Schnitzel nicht esse dann isst es halt ein Anderer. Das Leben ist einfach.
Für mich funktionierte das irgendwann nicht mehr. Witzigerweise kann ich hier ohne Übertreibung von einem Schlüsselerlebnis sprechen.
Dieses Motiv machte meinen Geist frei von Zweifeln:

Das Witzige ist, dass dieses Motiv gar nichts mit dem Thema an sich am Hut hat, sondern das sinnlose Abschlachten von Robben thematisiert. Aber die optische Kraft dieses Mensch-Tier-Vergleichs und der dazugehörige Claim „Don’t treat others the way you don’t want to be treated“ wirkte nachhaltig. Übersetzt bedeutet das für mich: Ich habe das Glück auf der Welt zu sein. Diese Freude einem anderen Lebewesen zu nehmen, nur um satt zu werden, ist falsch.
… to be continued…
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tulmer - 2007/01/09 01:06





Es ist zwar richtig, dass der Erwachsene Mensch sich ohne Fleisch gesund ernähren kann.
Dies trifft nicht auf Kinder zu. Denen fehlen diverse Enzyme.
Der Mensch ist ein Allesfresser und Fleisch ist ein Lebensmittel auf das wir nicht ganz verzichten können.
Es ist allerdings eine ethische Frage, wie wir zu unserem Fleisch kommen und ob wir es in diesen Mengen konsumierne müssn.
Insbesondere in der "Fleischproduktion" lassen wir als Gesellschaft aus der ethischen Perpektive schwer zu Wünschen übrig.
schön von Dir zu hören! Bist nächste Woche wieder auf dem Webmontag? Ich werds diesmal vermutlich nicht schaffen.
Ein Kind vegetarisch „aufzuziehen“ halte ich ebenfalls für fragwürdig. Ich würde meinem eigenen Kind Zeit geben, das mal selber zu entscheiden.
Was die Ethik betrifft: Die übergeordnete Diskussion Deiner Frage nach einer ethischen „Fleischproduktion“, dreht sich doch darum, ob es grundsätzlich ethisch vertretbar ist, Tiere für Essen zu töten. Wohlgemerkt immer nur dann, wenn alternative Ernährungsmittel zur Verfügung stehen und eine gesunde Ernährung gewährleistet ist. Wer hier zum Entschluss kommt, das geht okay, der sollte sich diese Frage aber zwangsläufig stellen. Dass es hier der breiten Masse an Bewusstsein fehlt, ist völlig korrekt. Aber der gegenwärtige Bio-Trend lässt mich hoffen.