Community SUMMIT live - Mittwoch Teil 1

So, da sich mein Laptop nach einstündigem Herumzicken nun doch entschieden hat mein Freund zu sein, hier die Inhalte des ersten halben Tages.

Ist Web 2.0 der Wegbereiter für das Community-Business?
Prof. Dr. Peter Gentsch, Business Intelligence Group

- Kryptonite-Beispiel um die virale Macht von Web 2.0 zu demonstrieren
- Erstes Beispiel für Communities: Cycosmos.com Aussage hier: Die Mechaniken und Prinzipien von Communities ändern sich nicht. Denn diese Communiy stammt aus dem Jahre 1999. Die Frage, die sich hier aufdrängt: Würde es diese Community im Zeitalter von Web 2.0 noch geben?
- Vorstellung desWeb 2.0-Framework
- Communities basieren auf uralten Prinzipen. Aber erst jetzt haben wir eine kritische Masse! Das heißt wir haben nun die Möglichkeit die höhere Durchdringung, leichtere Bedienung und die neuen Technologien des Internets mit dem Selbstdarstellungstrieb des Menschen zu verbinden.
- Ein Motor für Community-Building: Kollaboratives Tagging (schöne Begriffserklärung für Tag: „virtuelles PostIt)
>> Dezentral, demokratisch
>> durch Tags können die Beziehungsnetzwerke zu Usern und Inhalten sichtbar und nutzbar gemacht werden
>> „Ich tagge also bin ich“
- Longtail: Für jedes Nischenthema seine Community anbieten. Spannend hier: Die verschiedenen Communities wieder zusammenzuführen
- Beispiel für UserDrivenCommunities: Spreadshirt
- Web 2.o ermöglicht eine kritische Masse und Profil-Informationen. Dies bietet die Möglichkeit Menschen zusammenzubringen
- Großer Vorteil von Communities: Glaubwürdigkeit. Communities wird mehr Glauben geschenkt als beispielweise einer Testzeitschrift. >> Kollaborative Intelligenz

Fazit:
- Evolution statt Revolution
- Community 2.0: Selbstdarstellung, Exploration, soziale Vernetzung
- Klassische Community-Gesetze nicht außen vor lassen
- Kollaborative Intelligenz wird einfacher und wichtiger zugleich. Beispielsweise für Marktforschung und Community-Analysen.

Weitere Infos unter: intellegence-group.com

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Funktionen und Folgen von Communities für das Markenmanagement
Dr. Kai-Uwe Hellmann, Institut für Konsum- und Markenforschung

Der Vortrag von Herrn Hellmann für mich extrem spannend, da er das ganze Thema aus fundiert soziologischer Sicht beleuchtet hat. Meinungen aus dieser Ecke kriegt man ja leider nicht allzu oft zu hören.

Renicance der Communituies
90er: Kommunitarismus / Social Capital / Virtuelle Communities
2001: Brand Communitites

Spannend:
Moral von Marken: Beziehungsarbeit ist per se moralisch. Ist sich das Management dessen immer bewusst? Denn dieses Metier ist hochgradig moralisch aufgeladen.

Unter diesem Gesichtspunkt ist ein Problem Communities zu managen. Denn das bedeutet Einflussnahme von außen. Denn intakte Gesellschaften sind autonom. ABER: Autonome Gesellschaften vertragen keine Intervention von außen.

Fazit:
Kulturproduktion erfordert spezielle Kompetenzen: Nicht bloß Formen sondern Medien.

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Best Practice: Erfahrungsbericht zu einer Marken-Community
Christian Müller, Sun Microsystems GmbH

Problem von Sun: Trotz starken Mediadrucks im Online-Bereich verbinden Kunden mit dem Namen Sun nur Hochleistungsserver für riesige Rechenzentren. Was zwischenzeitlich nicht mehr korrekt ist.

Ziel also:
Näher an die Entscheidungsvorbereiter herankommen. Die System-Admins
Die Idee: Hier geht’s um Dich! Die bist der Held des Systems. >> www.systemhelden.com
Sun tritt hier bewusst nur sehr dezent auf.

Kampagnenplan um die Community zu Laufen zu bringen:
Emailings, Postkarten, Banner, Trailer, Helden-Shop auf Spreadshirt, Online-Games, Blog-Kommentare und jetzt kommt’s: „Google VideoAd-Bannering via SiteTargeting“ (alles klar?)

Viral-Video:



Zutaten für eine marketing-orientierte B2B-Community
1. Zentrale Idee
2. Laufend neue relevante Inhalte
3. Persönliches Engagement
4. Den passenden Kunden / ein aufgeschlossenes Management

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Best Practice: Community und Social Network für "Silver Surfer"
Alexander Wild, Feierabend Online Dienste für Senioren AG


- Segment: 50-70jährige
- SilverSurfer sind eine hochwertige Zielgruppe mit hohem Einkommen
- Durchschnittsalter der Feierabend.de: 60 Jahre
- 78% surfen täglich
- Nachweislich aufgeschlossener gegenüber Online-Werbung
- 80% mit Breitband-Anschluß
- Menschen mit hoher Konsum-Erfahrung
- Erwarten Ehrlichkeit
- Ausgeprägtes Rechtsgefühl
- Relativ viel freie Zeit

Geschäftsmodell:
Bei der Registrierung wird ein relativ detailliertes Profil abgefragt. Auf dieser Basis werden den Usern spezifische kommerzielle Angebote gemacht.

Neben den üblichen Online-Features auch hier: Offline-Treffen möglich: 80 regionale Feierabend-Gruppen. Organisatoren: 150 ehrenamtliche Regionalbotschafter. >> Gemeinsame Stammtische und Ausflüge.

Neu:
Kontaktnetzwerk >> Im Prinzip ist das eine StudiVZ-Version für Senioren

Community-Marketing 2.0:
- Die Feierabend-Senioren-Scouts (Nach wünschen des Unernehmens werden Tester ausgesucht)
Beispiele: Smart (PreTest für eine Woche mit anschließender Berichterstattung im Internet und Freundeskreis), Europa-Park (Achterbahn-Test)

- Feierabend-Gütesiegel (Kaufverstärker am POS)
Fazit: Beim Community-Marketing wachsen Marktforschung, Entwicklung, Produkt- und Imagewerbung zusammen.

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Thorsten Ulmer

Das Clickpunkt7-Blog ist das Weblog von Thorsten Ulmer, Webdesigner, donutssüchtig, Social-Media-Enthusiast.
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