Community SUMMIT live - Mittwoch Teil 2
So, nach lecker Mittagessen gibts hier die Inhalte der nächsten Vorträge:
Virale Konzepte für den Start und Aufbau einer Community
Markus Roder, Dialog Solutions GmbH
Herausforderungen beim Bau von Brand Communities:
- Kritische Masse (um erfolgreich zu starten und langfristig überlebensfähig zu sein) >> 90/9/1-Regel Die kombinierten 10% müssen genügend Inhalte erschaffen um die Community am Leben zu erhalten
- Bsp. Für natürlich wachsende Communities (Themen die im Alltag Relevanz haben): Fressnapf, Treehugger
- Natürlich wachsende Marken-Communities (Apple, Nike, Nintendo,…) >> High-Interest und High-Prestige-Marken
- Die Communities entstanden meist ohne Zutun der Marke, weil sie von sich aus weiterempfohlen werden (Hervorragende Produkt, Preispolitik)
- Was aber bei Low-Involvement-Produkten? (Mineralwasser, Zahnpasta,…)
- Ist massive Werbung hier die Lösung? Nein. Sondern:
Neue Wege 1: Neuropsychologie
Neue Wege 2: Memetik
Fazit:
- Die Initialzündung ist möglich
- Planbarkeit neuropsychologischer und memetischer Kampagnen für den Start ist möglich
- Es kann nicht einfach beschlossen werden. Community-Mitglieder ob online oder offline sind komplexe Geschöpfe, die von der Marke den Respekt erwarten den sie ihr zu zollen bereit sind
- Dieses Ziel ist über Qualität Produktrelevanz und wertige Themenentwicklung erreichbar.
---
Von Lock-In- und Netzwerk-Effekten zum Lebenszyklus
Thomas Vehmeier, vehmeier.com
Was sagen Nutzerzahlen aus?
Rund 70% der MySpace–Nutzer finden die Community inzwischen zu groß. Es fehlt ihnen am Gefühl der Nachbarschaft.
Beispiel: Die Summe der Nutzerzahlen von den verschiedenen OnlineSingleBörsen 27 Mio.
>> D.h. Nutzerzahlen als alleiniger Maßstab für Communiies ist fragwürdig
Überschätzte LockIn-Effekte
Netscape, AltaVista, diverse Internet-Marktplätze
Vermutung
- Subscriber-Paradoxon
- Überschätzte Wechselkosten
- Opportunitätskosten vernachlässigt
Schluss daraus:
Nutzerzahlen müssen gewichtet werden!
Netzwerkeffekte:
Direkt, wenn Konsumenten direkt miteinander kommunizieren
Nutzen: je mehr Nutzer desto besser
Beispiel: Wahl zwischen zwei nicht kompatiblen Gütern
Web 2.0: „Reedsches Gesetz“
Strategie:
Strategieoption 1: Erhöhung der Konvektivität (Widgets, Budy-Lists, TeamRooms, UserGroups, API, UserGeneratedLists,..)
Strategieoption 2: Wechselkosten erhöhen/Austrittsbarrieren erhöhen (Anmeldung umsonst, Adressen müssen eingegeben werden, Network muss erforscht werden)
Frage: Wird das der individuellen Autonomie gerecht?
Strategieoption 3: Ausweitung des Produktlebenszyklus
Strategieoption 4: Identität schaffen (Möglichkeitsraum schaffe, in der sich der einzelne frei entscheiden kann)
---
Erfolgsfaktoren für das Community-Management
Gaby Munz, 21TORR AGENCY GmbH
Uwe Thomas, Metropolis AG
- Aufbau von hochwertigen Nutzerdaten
- Bindung des Nutzers an die Marke
- Marktforschung/Marktbeobachtung
- Angebot von Dienstleistungen , Tools oder Produkten
- Schaffung innovativer Vermarktungsideen
- Technische Sicherheit
Aufgaben des Community-Managements: (aus der Sicht eines Schiff-Kapitäns)
- Eingabe und Einhaltung des richtigen Kurses
- Kontinuierliche Überwachung des Maschinen
- Intensive Betreuung der Passagierung und Ladung (Content)
- Ständige Beobachtung des Horizonts (was machen andere?)
- Effektive Weiterleitung und ggf. Neujustierung des Kurses
Stolpersteine der Konzeptphase:
- Userverwaltung
- CMS
- Techn. Monitoring und Contentfreischaltung
- Kommunikations-Funktionalitäten
- Contentformate wie Fotos / Videos / Blogs
Evtl. künftige Module konzeptionell andenken und phasenweise umsetzen.
Stellschrauben:
- Kontinuierliche Überwachung der Plattform (NutzerContent, Performance, Zugriffsstatistiken, Usability)
- Weiterentwicklung der Plattform (Steigerung er Nutzerzahlen, Verweildauer, Aktivitätsrate, Umsätze, Neue Tools, Entwicklung innovativer Features)
Tipp: Bei zu hohem emotionalem Potential (Beispiel: Kicker-Community): ID-Check andenken. Also angegebene Adressdaten abgleichen, evtl. Personalausweis faxen lassen und danach erst für aktive Teilnahme frei schalten. Weiterer Vorteil: Qualifizierte Adressdaten.
HowTo:
Erhöhung der Qualität:
- Registrierung / Verifizierung (Einfach Erstregistrierung, Weitere Anwendungen erst gegen Verifizierung
- Überwachung des Usercontents / Freischaltung einzelner Contents
- Aktive Einbindung der User (Meldefunktion, Interne Punktsysteme)
Erhöhung der Quantität
- Incentivierungen (Ranking für aktive User, Spezielle Angebote für Premium Mitglieder)
- Schaffung von Relevanz für den User (Persönliche Startseite, Zielgruppengerechter Content vom Betreiber, Aktives Freundesnetzwerk, Integration von Inhalten aus anderen Plattformen)
Messen und Auswerten
- Statistik (Heatmaps, Traffic, Registrierte Nutzer, User-Bewegungen, Nutzung einzelner Module
- Performance und Sicherheit (Auslastung der Server,…)
Virale Konzepte für den Start und Aufbau einer Community
Markus Roder, Dialog Solutions GmbH
Herausforderungen beim Bau von Brand Communities:
- Kritische Masse (um erfolgreich zu starten und langfristig überlebensfähig zu sein) >> 90/9/1-Regel Die kombinierten 10% müssen genügend Inhalte erschaffen um die Community am Leben zu erhalten
- Bsp. Für natürlich wachsende Communities (Themen die im Alltag Relevanz haben): Fressnapf, Treehugger
- Natürlich wachsende Marken-Communities (Apple, Nike, Nintendo,…) >> High-Interest und High-Prestige-Marken
- Die Communities entstanden meist ohne Zutun der Marke, weil sie von sich aus weiterempfohlen werden (Hervorragende Produkt, Preispolitik)
- Was aber bei Low-Involvement-Produkten? (Mineralwasser, Zahnpasta,…)
- Ist massive Werbung hier die Lösung? Nein. Sondern:
Neue Wege 1: Neuropsychologie
Neue Wege 2: Memetik
Fazit:
- Die Initialzündung ist möglich
- Planbarkeit neuropsychologischer und memetischer Kampagnen für den Start ist möglich
- Es kann nicht einfach beschlossen werden. Community-Mitglieder ob online oder offline sind komplexe Geschöpfe, die von der Marke den Respekt erwarten den sie ihr zu zollen bereit sind
- Dieses Ziel ist über Qualität Produktrelevanz und wertige Themenentwicklung erreichbar.
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Von Lock-In- und Netzwerk-Effekten zum Lebenszyklus
Thomas Vehmeier, vehmeier.com
Was sagen Nutzerzahlen aus?
Rund 70% der MySpace–Nutzer finden die Community inzwischen zu groß. Es fehlt ihnen am Gefühl der Nachbarschaft.
Beispiel: Die Summe der Nutzerzahlen von den verschiedenen OnlineSingleBörsen 27 Mio.
>> D.h. Nutzerzahlen als alleiniger Maßstab für Communiies ist fragwürdig
Überschätzte LockIn-Effekte
Netscape, AltaVista, diverse Internet-Marktplätze
Vermutung
- Subscriber-Paradoxon
- Überschätzte Wechselkosten
- Opportunitätskosten vernachlässigt
Schluss daraus:
Nutzerzahlen müssen gewichtet werden!
Netzwerkeffekte:
Direkt, wenn Konsumenten direkt miteinander kommunizieren
Nutzen: je mehr Nutzer desto besser
Beispiel: Wahl zwischen zwei nicht kompatiblen Gütern
Web 2.0: „Reedsches Gesetz“
Strategie:
Strategieoption 1: Erhöhung der Konvektivität (Widgets, Budy-Lists, TeamRooms, UserGroups, API, UserGeneratedLists,..)
Strategieoption 2: Wechselkosten erhöhen/Austrittsbarrieren erhöhen (Anmeldung umsonst, Adressen müssen eingegeben werden, Network muss erforscht werden)
Frage: Wird das der individuellen Autonomie gerecht?
Strategieoption 3: Ausweitung des Produktlebenszyklus
Strategieoption 4: Identität schaffen (Möglichkeitsraum schaffe, in der sich der einzelne frei entscheiden kann)
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Erfolgsfaktoren für das Community-Management
Gaby Munz, 21TORR AGENCY GmbH
Uwe Thomas, Metropolis AG
- Aufbau von hochwertigen Nutzerdaten
- Bindung des Nutzers an die Marke
- Marktforschung/Marktbeobachtung
- Angebot von Dienstleistungen , Tools oder Produkten
- Schaffung innovativer Vermarktungsideen
- Technische Sicherheit
Aufgaben des Community-Managements: (aus der Sicht eines Schiff-Kapitäns)
- Eingabe und Einhaltung des richtigen Kurses
- Kontinuierliche Überwachung des Maschinen
- Intensive Betreuung der Passagierung und Ladung (Content)
- Ständige Beobachtung des Horizonts (was machen andere?)
- Effektive Weiterleitung und ggf. Neujustierung des Kurses
Stolpersteine der Konzeptphase:
- Userverwaltung
- CMS
- Techn. Monitoring und Contentfreischaltung
- Kommunikations-Funktionalitäten
- Contentformate wie Fotos / Videos / Blogs
Evtl. künftige Module konzeptionell andenken und phasenweise umsetzen.
Stellschrauben:
- Kontinuierliche Überwachung der Plattform (NutzerContent, Performance, Zugriffsstatistiken, Usability)
- Weiterentwicklung der Plattform (Steigerung er Nutzerzahlen, Verweildauer, Aktivitätsrate, Umsätze, Neue Tools, Entwicklung innovativer Features)
Tipp: Bei zu hohem emotionalem Potential (Beispiel: Kicker-Community): ID-Check andenken. Also angegebene Adressdaten abgleichen, evtl. Personalausweis faxen lassen und danach erst für aktive Teilnahme frei schalten. Weiterer Vorteil: Qualifizierte Adressdaten.
HowTo:
Erhöhung der Qualität:
- Registrierung / Verifizierung (Einfach Erstregistrierung, Weitere Anwendungen erst gegen Verifizierung
- Überwachung des Usercontents / Freischaltung einzelner Contents
- Aktive Einbindung der User (Meldefunktion, Interne Punktsysteme)
Erhöhung der Quantität
- Incentivierungen (Ranking für aktive User, Spezielle Angebote für Premium Mitglieder)
- Schaffung von Relevanz für den User (Persönliche Startseite, Zielgruppengerechter Content vom Betreiber, Aktives Freundesnetzwerk, Integration von Inhalten aus anderen Plattformen)
Messen und Auswerten
- Statistik (Heatmaps, Traffic, Registrierte Nutzer, User-Bewegungen, Nutzung einzelner Module
- Performance und Sicherheit (Auslastung der Server,…)
tulmer - 2007/05/09 15:45





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