Internet

Mittwoch, 22. Oktober 2008

IT-Messe: Die Systems wird abgelöst - Veranstalter geben neues Konzept bekannt

systemslogoTwitter sei Dank: Hier kommen die aktuellen News bezüglich der Restrukturierung der Systems:

Die Systems in München die dieses Jahr über 1000 Aussteller und eine über mehrere Jahre stabile Besucherzahl zu bieten hat, wird abgelöst. Das neue Konzept sieht einen Mix für B2B aus Ausstellung, Konferenz und Diskussionen vor. Das Ziel ist emotionaler und interaktiver zu sein und sich noch mehr gesellschaftlicher Debatten zu öffnen. Ein erster Schritt wurde dieses Jahr bereits mit der Bloggerlounge getan. Dadurch möchte die neue Systems in fünf Jahren als ein Top-Event in Europa etablieren.

Dieses Konzept das zwei Veranstaltungen (eine eigene Messe für IT-Security) vorsieht ist nicht als Systems-Nachfolger zu verstehen, sondern als komplett neue Veranstaltung. Die Systems (die als die erfolgreichste der letzten Jahre in die Geschichte eingehen wird) ist mit dieser Pressekonferenz quasi zu Grabe getragen worden.

Die Macher der Systems gehen damit bereits heute an die Öffentlichkeit um während der laufenden Messe die Möglichkeit zu haben mit Kunden und Branchenkennern über das neue Konzept zu diskutieren.

Darauf angesprochen, dass die CeBit nun vermutlich triumphieren wird, die Systems hätte aufgegeben entgegnet Messechef Dittrich: „Wenn sich ITK-Messen nicht verändert hätten, würde es sie nicht mehr geben. Jetzt erfordern diese Veränderungen das Aufsetzen eines neuen Formats“

Okay soviel von der Pressekonferenz. Wow... für die deutsche IT-Branche sicherlich eine Entwicklung die in den nächsten Tagen einiges an Staub aufwirbeln wird. Ohne das Konzept detailliert zu kenne, finde ich es immer gut, wenn Menschen die Zeichen der Zeit erkennen und frühzeitig darauf reagieren. Wir dürfen gespant sein...

Aber ehrlich gesagt: Ein bisschen tut`s mir um die Systems auch leid...

Die gute Nachricht am Schluss:
Die Bloggerlounge wird es weiter geben und evtl. sogar ausgebaut!

Weitere Infos bei:
Oliver Gassner
Tweet von Systemsmuenchen

Tag: systems08

Donnerstag, 9. Oktober 2008

Clickjacking: Glaube nie was Du klickst

Ein Thema macht heute die Runde auf den einschlägigen Sites: Clickjacking.
Nun, dass böse Buben Rechner hijacken können, wissen wir zwischenzeitlich. Aber Klicks?

Aufmerksam auf dieses Problem machte der Flash-Entwickler Guy Aharonovsky. Er veröffentliche eine Demo mit der Anwender unwissentlich die Einstellungen des Flash-Players verändern und Angreifern so Zugriff auf das Mikrofon und eine angeschlossene Webcam erlauben.

--
Um den Anwender zum Klick auf bestimmte Einstellungen zu bewegen, gaukelt er ein JavaScript-Spiel vor, bei dem ein Objekt angeklickt werden muss. Zwischenzeitlich schiebt er aber den in einem IFrame geöffneten Flash Player Setting Manager über die Veränderung des z-index in den Vordergrund beziehungsweise das Hauptfenster in den Hintergrund. Der IFrame bleibt jedoch unsichtbar, sodass der Anwender nicht merkt, dass er eigentlich in den Einstellungen des Flash Player herumgeklickt hat.
(Quelle: Heise Online)

--

Adobe hat das Problem zwischenzeitlich behoben, weswegen die Demo nicht mehr funktioniert. Glücklicherweise existiert aber ein Video vom Ablauf des "Spieles".

Pikant an der Sache ist:
Die Sicherheitsforscher Robert Hansen von SecTheory und Jeremiah Grossman von WhiteHat Security hatten zunächst einen Vortrag auf der OWASP-Konferenz (Open Web Application Security Project) zu diesem Thema angekündigt. Dieser Vortrag wurde aber aufgrund der Tragweite des Problems abgesagt, um sich vorher mit den betroffenen Herstellern zu besprechen.

Durch die Veröffentlichung von Aharonovsky wurden die Thematik aber nun doch öffentlich. Nähere Infos gibt Robert "RSnake" Hansen deshalb heute auf seinem Blog bekannt.

Weitere Links zum Thema:
Golem
Flash Player workaround available for "Clickjacking" issue (Adobe)

Barcamp München - Ganz schön was los im Süden



Nachdem vor zwei Wochen bereits das Barcamp Stuttgart am Start war, freue ich mich darauf am Samstag nach München zu fahren. Die Teilnehmerliste lässt mich auf ein Treffen mit vielen bekannten Gesichtern aber auch neuen interessanten Gesprächspartnern hoffen.

Bis Samstag!

Tags: #bcmuc08

Mittwoch, 1. Oktober 2008

Barcamp Stuttgart - Schwaben, Sessions, Supersache

Barcamp Stuttgart

Dank Carsten, Jan und Markus, sowie vielen fleißigen Helfern und Sponsoren, kamen am Wochenende nun auch wir Schwaben zu unserem Barcamp.

Ich konnte dieses Mal nur Samstag dabei sein. Allerdings hat sich auch dieser Tag absolut gelohnt. Was ich an Barcamps am meisten schätze, ist neben den Gesprächen und Kontakten vor allem Trends und Ideen aus erster Hand zu bekommen. Oder auf welcher „konventionellen Konferenz“ werden Systeme vorgestellt, die es noch nicht mal in einer Alpha-Version gibt, sondern nur als Scribbles existieren? Auf Barcamps kein Problem.

Hier ein kurzer Abriss zu den Sessions, die sich besucht habe:

Innovation und Navigation = Konfusion?
Hier stellten Wolfgang und Manfred von Sybit zur Diskussion, ob eine innovative und moderne Navigation immer mit einer gewissen Konfusion der User einhergehen muss. Nun, dass dieses Thema zunächst mal mit der Zielgruppe der Website zusammenhängt dürfte klar sein. Trotzdem ist die Frage nicht unspannend wie viel Innovation ich meinem User zumuten kann, bevor er auf nimmer Wiedersehen verschwunden ist. Wen’s interessiert kann sich hier die Slides ansehen:




Screencasting. How-To, Tools
In der ersten Session nach dem Essen erzählte Andreas Pilz aus seinen Erfahrungen aus dem Bereich Screencasting. Was mich überraschte war folgender Richtwert:
3-5 Stunden Produktionszeit für 1 Minute Screencast.
Ganz schön happig. Nach diversen Tipps zu den Themen Auflösung, Zeitaufwand und Drehbuch reichte die Zeit (nach längerer Diskussion über Export-Formate) leider nicht mehr um einige Hands-On-Tipps direkt in Camtasia Studio zu geben.


Social Semantic News. Kill the information overkill
Der spannendste Ansatz an diesem Tag kam – meiner bescheidenen Ansicht nach – von Mindmatters und Digital Collections. Hinter dem Projekt „Feeedo“ steckt ein semantischer Feedreader. Das System funktionier folgendermaßen (wenn ich jetzt Bullshit schreibe, korrigiert mich jederzeit über die Kommentare!):
Jeder User hat in seinem Reader einen Robot eingebaut. Dieser Robot lernt. Er kombiniert lernende Algorithmen und semantische Analyse. D.h. er scannt ständig meine Feeds nach entsprechenden Keywords. Der Clou ist nun, dass sich die lernenden Bots auch verknüpfen lassen. D.h. die Bots der verschiedenen User lernen auch voneinander. Dies führt im Optimalfall dazu, dass ich nur noch relevante Posts in meinem Reader habe.
Also ich finde diesen Ansatz echt klasse. Wen's interessiert sollte einfach diesem Twitter-Account folgen:
http://twitter.com/feeedo


Microblogging. identica/MBC09
Markus Heurung führte kurz ins Thema Micro-Blogging im Allgemeinen ein und stellte dann ein paar Features von laconi.ca vor. Hier gibt’s seine Slides als PDF!
An dieser Stele sei auf die MBC09 - Microblogging Conference in Hamburg verwiesen. Sicher ein tolle Sache für vergleichsweise kleines Geld.


Ansonsten
Super Orga, entspannte Antmosphäre, alles bene!
Ein klitzekleiner Kritikpunkt: Jan's Gehupe zwischen den Sessions hat (wie ich gehört habe nicht nur mich) ziemlich genervt. Man sollte den Leuten zutrauen ab und an auf die Uhr zu schauen. Aber wie gesagt, nur als konstruktiver Hinweis am Rande.

Montag, 15. September 2008

Zitat der (vergangenen) Woche

"Diese Jugendlichen erlernen den Umgang mit klassischen Medien gar nicht mehr. Und aus der Forschung wissen wir: Wer mit 20 nicht liest, wird es auch mit 40 nicht mehr tun."

Axel Dammler, Geschäftsführer vom Jugendforscher IconKids über den veränderten Medienkonsum von Jugendlichen.
Via: Tui2

Samstag, 9. August 2008

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Quelle: Gegen den Strich

Montag, 2. Juni 2008

Barcamp Bodensee - Sonne, See und Sessions

barcamplogoSo, nun finde auch ich Zeit kurz ein Feedback zum Barcamp Bodensee zusammen zu schreiben.
Nachdem ich Frankfurt und München geplant hatte, aber aus verschiedenen Gründen wieder absagen musste, hab ich mich gefreut, dass es dieses Mal endlich geklappt hat.

Nachdem ich Anfang der Woche Teilnehmer einer „konventionellen“ Konferenz (Webinale Karlsruhe) war, hatte ich zeitlich so nah zusammen eine tolle Möglichkeit die beiden Stile zu vergleichen. Was mir sofort aufgefallen ist, war die sehr entspannte Atmosphäre. Schwierig zu beschreiben. Einfach alles etwas lockerer. Keine Ahnung was genau den Ausschlag dazu gegeben hat.

Dies ist sicherlich auch ein Grund dafür, dass in den Sessions viel häufiger ein Dialog stattfindet, was ich unheimlich inspirierend finde. Man tauscht sich in einem recht kleinen Raum bei lockerer Stimmung einfach leichter aus, als in großen Konferenzsälen, mit Speakern die man ohne Mikro gar nicht verstehen würde. Ein großes Plus für Barcamps an dieser Stelle. Auch ein Grund, warum ich darauf achten würde, dass die Teilnehmerzahlen überschaubar bleiben.

Von der Organisation her gabs eh nix zu meckern. Wlan, Verpflegung, Login… alles top. Da ich ein ausgesprochener Fan der Bodensee-Region bin, fiel es mir ohnehin nicht schwer mich wohl zu fühlen.
Übrigens, für alle die’s interessiert: Hier ein paar Bildchen vom Wochenende.
Also, ich komme wieder. Wir sehen uns in Stuttgart!

Ach ja: Mein Satz des Camps:
"Man muss den Overkill im Bereich des Änderungsmanagements etwas relaxter machen" (Session: Online Reputaion Management)
... ja nee, is klar. ;-)

Freitag, 30. Mai 2008

Auf geht's zum Barcamp Bodensee

Diese Woche ist ganz schön was gebacken. Erst Webinale in Karlsruhe und morgen Barcamp Bodensee. Egal. Wir Webmenschen haben ja alle unser Hobby zum Beruf... ;-)
Ich freu mich auf spannende Themen und interessante Gespräche. Ich musste bei der Webinale fest stellen, dass twittern einfach viel unkomplizierter/schneller als bloggen ist. Ich befürchte diese Erfahrung werde ich auch morgen machen und hauptsächlich diesen Dienst nutzen. Mal schaun.
Bis gleich!

Montag, 7. April 2008

Sollte an Schulen Online-Medienkompetenz gelehrt werden?

Der letzte Vorfall dieser Art macht mich wieder mal nachdenklich. Auf StudiVZ machten sich einige Azubis ordentlich Luft über ihre angeblich schlechten Arbeitsbedingungen und beleidigten offensichtlich noch massiv ihren Vorgesetzten. Der bekam davon Wind und setzte die cleveren jungen Leute fristlos vor die Tür.

So kommt das wohl, wenn die rosarote Freiheit sich ständig mit jedem austauschen zu können, auf ein komplett zurück gebliebenes Verständnis für das verwendete Medium trifft.
Im Moment wächst eine Generation heran, die das Internet und seine Tools so selbstverständlich nutzt wie ich damals das Telefon. Sie wissen wie man geschlossene Community-Gruppen eröffnet, wie man Blogs administriert und Wikipedia-Beiträge anlegt.

Aber sie haben keine Ahnung davon wie dieses Medium, das sie täglich stundenlang nutzen, wirklich funktioniert. Sie scheren sich nicht darum, was mit den Gigabytes an Daten geschieht, die sie täglich preis geben. Sie machen sich keine Gedanken darum, welche rechtlichen Konsequenzen ihr Handeln nach sich ziehen kann. Die Party-Fotos von letzten Suff könnte nächsten Monat der Personaler vom Ausbildungsbetrieb ergooglet haben? Interessiert sie nicht, oder wissen eben nicht. Und beim Stichwort Google-Cache denken sie vermutlich an eine neue Möglichkeit der Online-Barzahlung.

Daher, denke ich, sollten sich die zuständigen Stellen dringend mit einer Art Medienerziehung in der Schule auseinander setzen. Im besten Fall erlernen die Jugendlichen die Nutzung und die Funktionsweise "ihres" Mediums gleichzeitig.

Dienstag, 1. April 2008

Wer wird Millionär, ohne eine semantische Suchmaschine?

Gestern, kurz nach 21:00 Uhr, ereignete sich Mysteriöses auf diesem Blog. Und nach 10 Minuten war der Spuk auch schon wieder vorbei. Innerhalb dieser Zeit fand ein regelrechter Frequenz-Gau auf diesen Eintrag statt:
50 Jahre TV-Werbung - Is' gut jetzt.

Sehr seltsam das. Der Eintrag ist über anderthalb Jahre alt und hat seit ewigen Zeiten keinen mehr interessiert. Nun, der Keyword Activity zufolge kamen diese Wildgewordenen alle über diese oder ähnlich lautende Suchanfragen rein:
„Werden die Mainzelmaennchen in diesem jahr 50 jahre“.

Bling... es wurde hell. Zufälligerweise habe ich gestern mal beim Jauchschen Millionenquiz rein geschaut. Eine der Fragen, die in der Werbepause von den Zuschauern per SMS beantwortet werden können, drehte sich inhaltlich genau darum. Wer wird dieses Jahr 50? Die Schlümpfe? Die Mainzelmännchen? Na, wer weiß es?

Genau hier sind wir wieder am wunden Punkt und der ewigen Schwachstelle von herkömmlichen Suchmaschinen. Sie sind dumm!

Denn all die armen Ratefüchse, die gern die 5.000 Euronen eingestrichen hätten, hofften bei mir die Antwort auf die Frage zu finden. Sie wurden bitter enttäuscht. Denn ich schrieb in besagtem Beitrag über 50 Jahre TV-Werbung und meine dazugehörige Beziehung zu den Mainzelmännchen.

Das allein reicht schon, um mich bei all den Anfragen auf der ersten Seite zu listen. Bedauernswert.

Die Lösung wäre in diesem Fall die semantische Suchmaschine. Also eine Suche die neben der Suche nach Stichworten darüber hinaus auch Relationen zwischen Begriffen erfassen kann. Nun ist das alles ja glücklicherweise längst in der Röhre.

Wenn RTL seine Kohle mal sinnvoll anlegen würde, wäre eine Verdopplung der Teilnehmer innerhalb kürzester Zeit ein Kinderspiel... ;-)

About...

Thorsten Ulmer

Das Clickpunkt7-Blog ist das Weblog von Thorsten Ulmer, Webdesigner, donutssüchtig, Social-Media-Enthusiast.
Er schreibt hier vorwiegend über die neuen Herausforderungen und Chancen die "das soziale Web" dem Marketing bietet.
mehr...

Kontakt:
info'at'thorsten-ulmer'dot'de
http://www.clickpunkt7.de

XING

Let's have a coffee @:
NEWCOME09 - Stuttgart

Dialog:
Thorsten im Interview

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    Zuletzt aktualisiert: 2009/04/15 13:30

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