Marketing

Dienstag, 2. Dezember 2008

Weihnachten fuer Marketing-Experten

... wohl schon ein paar Tage alt... aber deshalb nicht schlechter... ;-)

Message from the CEO (Christmas Event Organizer) Dr. J. Christus v. Bethlehem:

Also Kinder, ich bin jetzt im Urlaub.
Aller Vorrausicht nach bin ich bis Weihnachten wieder da, aber die Vorbereitungen darauf sollten natürlich jetzt schon loslaufen:

Status:
Wie Weihnachten letztes Jahr im Internet gezeigt hat, heißt Weihnachten nicht mehr Weihnachten, sondern X-Mas, also muss der Weihnachtsmann entsprechend auch ab jetzt X-Man heißen!
Da X-Mas quasi schon vor der Tür steht, ist es spätestens seit Oktober höchste Zeit, mit der Weihnachtsvorbereitung zu beginnen - Verzeihung, seit Oktober ist es höchste Zeit, mit dem X-Mas-Roll-Out zu starten und die Christmas-Mailing-Aktion just in time vorzubereiten.

Hinweis:
Die Kick-Off-Veranstaltung (früher "1. Advent") für die diesjährige SANCROS (Santa Claus Road Show) findet bereits am 30. November statt.
Daher wurde das offizielle come-together des Organizing Commitees unter Vorsitz des CIO (Christmas Illumination Officer) abgehalten.

Erstmals haben wir ein Projekt-Status-Meeting vorgeschaltet, bei dem eine in Workshops entwickelte To-Do-Liste und einheitliche Job-Descriptions erstellt wurden.
Dadurch sollen klare Verantwortungsbereiche, eine powervolle Performance des Kundenevents und optimierte Geschenk-Allocations geschaffen werden, was wiederum den Service-Level erhöht und außerdem hilft, X-Mas als brandname global zu implementieren.

Dieses Meeting diente zugleich dazu, mit dem Co-Head des Global Christmas Markets (früher "Knecht Ruprecht") die Ablauforganisation abzustimmen, die Geschenk-Distribution an die zuständigen private-Schenking-Center sicherzustellen und die Zielgruppen klar zu definieren.

Erstmals sollen auch sog. Geschenk-Units über das Internet angeboten werden.

Die Service Provider (Engel, Elfen und Rentiere) wurden bereits via Conference-Call virtuell informiert und die Core-Competence vergeben.
Ein Bündel von Incentives und ein separates Team-Building-Event an geeigneter Location sollen den Motivationslevel erhöhen und gleichzeitig helfen, eine einheitliche Corporate-Culture samt Identity zu entwickeln.

Der Vorschlag, jedem Engel einen Coach zur Seite zu stellen, wurde aus Budgetgründen zunächst gecancelled.
Stattdessen wurde auf einer zusätzlichen Client-Management- Conference beschlossen, in einem Testmarket als Pilotprojekt eine Hotline für kurzfristige Weihnachtswünsche einzurichten, um den Added-Value für die Beschenkten zu erhöhen.

Durch ein ausgeklügeltes Management Information System (MIST) ist auch benchmark-orientiertes Controlling für jedes private-Schenking-Center möglich.

Nachdem ein neues Literaturkonzept und das Layout-Format von externen Consultants ("Osterhasen Associates") definiert wurde, konnte auch schon das diesjährige Goldene Buch (Golden Book Release V2.22.113.1) erstellt werden.
Es erscheint als Flyer, ergänzt um ein Leaflet und einen Newsletter für das laufende Updating.
Hochauflagige Lowcost-Giveaways dienen zudem als Teaser und flankierende Marketingmaßnahmen.
Ferner wurde durch intensives Brainstorming ein Konsens über das Mission Statement gefunden.

Es lautet: "Let s keep the candles burning" und ersetzt das bisherige "Frohe Weihnachten".

X-Man hatte zwar anfangs Bedenken angesichts des Corporate-Redesigns.
Er akzeptierte aber letztlich den progressiven Consulting- Ansatz, auch im Hinblick auf das Sharholder-Value, und würdigte das Know-How seiner Investor-Relation-Manager.

Na dann Frohe X-Mas!

Via Mail von Michael (Ex-Derivateblogger)

Samstag, 9. August 2008

AmpelAdvertising

Vor kurzem mitten in Berlin.
Keine Ahnung ob diese Art der Werbung hier üblich ist. Für mich jedenfalls war sie neu. Ein Promotion-Team steht an einer Fußgänger-Ampel, um sich bei jeder Rot-Phase für die Fahrzeuge auf den Fußgänger-Überweg zu stellen. Es wird ca. 10 Sekunden ein Banner ausgebreitet, der in diesem Falle wohl ein Neukunden-Geschenk von BASE bewirbt.

base_ampel_berlin

Hmmm... funktioniert ähnlich wie die bekannten Toilettenplakate.
Die Botschaft erreicht mich, wenn ich vergleichsweise offen für werbliche Kommunikation bin. Denn ich stehe an der Ampel und muss warten. Habe also im Moment nichts Besseres zu tun. In diesem Fall also effektiver als TV, Radio oder Online-Banner. Außerdem hat die Maßnahme mehrere Sekunden Zeit sich im Gedächtnis zu verankern. Ein Punktsieg gegenüber Print-Anzeigen in Zeitschriften.

Trotzdem dürften die Streuverluste aufgrund der vollkommen unklaren Zielgruppenstruktur extrem hoch sein. Auf der anderen Seite hält sich das Budget in diesem Falle sicher in engen Grenzen.

Ein Tausenderkontakt dürfte, über den Tag verteilt, auf stark frequentierten Toiletten schneller hergestellt sein... ;-)

Montag, 7. Juli 2008

Penetrant: Quiz-Auswertung erst nach Banner-Klick

Wie traurig ist das denn?
Heute Nachmittag habe ich auf GMX spaßeshalber an einem kleinen Quiz zum Thema Internet teil genommen. Früher, als eine bestimmte Sorte Online-Maketers noch nicht verzweifelt genug war, erhielt man am Ende dann eine hübsche Auswertung der Antworten.
Heute erhält man eine Meldung, die da lautet: „Um die Ergebnisseite anzuzeigen, klicken Sie bitte auf die Anzeige eines Partners.“
Darunter schön penetrant ein Bannerchen.

verzweiflung_bannerklick1

Nach dem mehr oder weniger erzwungenen Klick eröffnet sich mit dann das gewünschte Ergebnis. Natürlich samt Landingpage des Banners.

verzweiflung_bannerklick3

Wenn das nicht ein Zeichen der entgültigen Kapitulation ist.
Größer, bunter, lauter, penetranter. Alles wurde versucht. Nichts hat nachhaltig gewirkt. Weil das System dahinter krankt. Weil diese Leute nicht verstehen, dass ich kein Interesse an Jacobs-Krönung habe, wenn ich die aktuellen Nachrichten lese.

Heute scheint jedes Mittel recht, dem User einen letzten Klick abzuringen, um die ohnehin schon mageren Klickraten zu schönen. Denn zu mehr taugt auch dieser armselige Versuch nicht.
Was kommt als Nächstes? Wird jeder Submit-Button demnächst mit einem Banner-Klick verknüpft? Kontakt-Formulare abschicken nur in Kombination mit einer Billigflieger-Werbung?

Mich schaudert...

Dienstag, 18. März 2008

Slayer 2.0

Letzte Woche hatte ich die Möglichkeit das erste Mal die Musikmesse in Frankfurt zu besuchen. Und was soll ich sagen? Jeder, der auch nur drei Akkorde auf einer Gitarre spielen, oder einen schnöden 4/4-Takt trommeln kann, sollte diese Möglichkeit nutzen! Unendlich viele Möglichkeiten sich über Trends zu informieren und Instrumente ausgiebig zu testen.

Am Stand von Marshall gab sich Kerry King (für alle Nicht-Metaller und Kulturbanausen: Gründungsmitglied und Gitarrist von Slayer) für eine Autogrammstunde die Ehre.

Thorsten (freut sich) und Kerry:

kerry_musikmesse


Auf der (stauverseuchten) Heimfahrt grübelte ich über meine bisherige Beziehung zur „Marke“ Kerry King und meine aktuelle veränderte Wahrnehmung nach.
Bisher hatte ich mit Kerry King nur eingleisigen Kontakt. Hauptsächlich über Print- und Onlinemedien, sowie natürlich über Tonträger (CDs) und Konzerte. Kerry King sendete, ich empfing. Fertig.

Nun hatte ich plötzlich die Gelegenheit der Interaktion. Ich hatte die Möglichkeit dieser Marke zu begegnen, ihr die Hand zu schütteln, eine kurze Unterhaltung zu führen.
Und irgendwie fühle ich mich dieser Marke nun näher. Verbundener. Wenn ich diesen Monat die neue Ausgabe des „Metal Hammer“ aufschlage denke ich: „Hey, mit dem Typen hab ich mich unterhalten und es gibt ein Foto von uns beiden.“ Darüber freue ich mich wie ein Kind und mit Sicherheit wird die Marke Kerry King zukünftig einen besonderen Platz in meiner Erinnerung einnehmen.

Meiner Ansicht nach, funktioniert die Sache mit dem sogenannten Web 2.0 für die klassischen Marken dieser Welt sehr ähnlich. Kommen wir runter von unserer Einweg-Kommunikation und geben wir unseren Kunden die Möglichkeit der Interaktion! Machen wir uns erlebbar! Kommunikation auf Augenhöhe. Wenn wir das richtig machen, wird er mit einem besseren Gefühl nach Hause gehen, als wenn er unser Logo 0,7 Sekunden beim Durchblättern auf einer Print-Anzeige erkannt hat.

... jaja... Kerry, der alte Trash-Metal-Hero...

Mittwoch, 22. August 2007

YouTube ab sofort mit Werbung in Videos

Oha, jetzt geht’s an die Refinanzierung des Milliardendeals.
Wie eMarket berichtet macht Google nun ernst und startet mit Werbung in Videos. Allerdings zu Beginn mit einer Light-Version:

In den wenigen Videos, in denen zum Start Werbung erscheint, wird zehn Sekunden nach dem Start eine entsprechende Botschaft an der unteren Seite des Bilds eingeblendet. Klickt der Zuschauer darauf, hält das Video an und das Motiv – oder der Spot – erscheint. Das behutsame Vorgehen soll die Akzeptanz erhöhen und besonders hohe Abbruchraten verhindern. (Quelle: eMarket)

Ich meine, hey wir wissen wie es um die Akzeptanz der TV-Werbung bestellt ist. Warum soll das in Online-Videos besser werden? Ich bin gespannt!

Donnerstag, 2. August 2007

Schaut Euch die Simpsons (und ihr Marketing) an!

simpsons_avatar
Wer auch nur einen Funken Begeisterung für diese Art von Humor übrig hat, sei hiermit dieser Film als Pflichtveranstaltung ans Herz gelegt. Ich habe literweise Tränen gelacht!

Wie man sich vorstellen kann, steht hinter dieser Produktion ein Marketing-Budget, das jedem Mediaplaner die Augen leuchten lassen dürfte. Rohit veröffentlichte im Vorfeld des Kinostarts bereits seine Complete Gallery Of Simpsons Movie Marketing. Wahnsinn!

Ach ja, die Grafik ist übrigens mein persönlicher Simpons-Avatar! ;-)

Zitat der Woche

... stammt von Mark Pohlmann:

Ich wünsche dem Banner endlich den Tod an den Hals, ich wünsche mir, dass sich die Werbeindustrie bequemt, sich mehr Mühe zu machen, ich wünsche mir, dass eine 99,9-prozentige Nichtklickrate nicht mehr ausreicht, um einen Banner profitabel zu plazieren. Ich wünsche mir intelligente, relevante Werbung, die die Online-Werbeindustrie mir anhaltend verweigert.

Auf diesem Wunschzettel würde ich sofort unterschreiben.

Quelle: Hier.

Mittwoch, 18. Juli 2007

Lustig-Hansa: Im Juli an Weihnachten denken!

Aktuelle Lufthansa-Bannerkampagne auf Spiegel Online:

spon_lufthansa

Ja nee, is klar. Ich voll am Schwitzen, Mitte Juli, 30 Grad.
Volle Möhre Weihnachtsstimmung, ey.

Freitag, 29. Juni 2007

Goldener Löwe für Amnesty-Motive

Eigentlich bereits ein alter Hut, ich weiß. Trotzdem möchte ich nach dem Gewinn des goldenen Löwen in Cannes diese Kampagne noch mal aufgreifen. Wer beim Anblick dieser Motive nicht wenigstens mal schluckt, muss tot sein.

notherebutnow

Und ganz nebenbei lassen derartige Ideen wieder etwas Hoffnung für die klassische Werbung aufflackern. Wer sich wirklich Gedanken macht über Thema, Motiv, Message und Umfeld, hat auch in der heutigen Zeit (zersplitterte Zielgruppen, massenweise Marketingkanäle,...) die Möglichkeit beachtet zu werden.

Ach ja, Agentur: Walker

Dienstag, 22. Mai 2007

Studie: Online-Werbung ufert aus

Wer sich täglich im Netz aufhält bekommt es regelmäßig optisch vor den Latz geknallt. Aber hier ist die offizielle Bestätigung. Das "Größer, Bunter, Lauter"-Virus der klassischen Werbung greift massiv auf den Bereich Online über.

--

Die Inhalte der Studie der EuropeanInteractive Advertising Association (EIAA):

- Super-Banner haben mit einem Format 782x90 Pixel derzeit einen 35-prozentigen Anteil bei allen großformatigen Bannern.

- Bei Medium-Rectangles mit einem Format von 320x250 Pixeln beträgt der Anteil in diesem Segment 33 Prozent.

Im Vergleichszeitraum 2006 lagen die Werte noch sieben bzw. sechs Prozent darunter.

Extrem rückläufig sind der Studie zufolge vor allem die schmalen Traditional-Banner. Deren Marktanteil liegt aktuell bei 13 Prozent. Das ist ein Drittel weniger als noch im ersten Halbjahr 2006.

Künftig, werden vor allem Rich-Media-Inhalte von den Werbern genutzt werden. An erster Stelle stehen dabei Streaming-Video-Angebote.

--

Bleibt zu hoffen, dass die neuen Möglichkeiten von Video auch als eine Art Kreativitätsmotor wirken.

Quelle: eMarket-Newsletter

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Thorsten Ulmer

Das Clickpunkt7-Blog ist das Weblog von Thorsten Ulmer, Webdesigner, donutssüchtig, Social-Media-Enthusiast.
Er schreibt hier vorwiegend über die neuen Herausforderungen und Chancen die "das soziale Web" dem Marketing bietet.
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